Thermische Prozesse simulieren
Effizienz, Qualität, Emissionen
In vielen Bereichen und Produkten laufen komplexe thermische Prozesse ab, die durch eine Wechselwirkung von Temperatur, Strömungen und Materialverhalten gekennzeichnet sind. Diese zu verstehen und gezielt zu optimieren, ist ein wichtiger Beitrag zum Erfolg, den Multiphysik-Simulation leisten kann. Eine gleichmäßige, kontrollierte Strömungsführung und präzise Temperaturverteilung sind für Industrieöfen, Heizsysteme, Anlagen zur Abgasreinigung und -filterung sowie die industrielle Thermoprozesstechnik im Allgemeinen von Vorteil. Diese sind entscheidend für die Effizienz, Emissionen und die Produktqualität bzw. die Einhaltung der Prozessfenster. Mit Strömungssimulation (CFD) und Multiphysik-Simulation können solche Prozesse schnell, gezielt und detailliert abgebildet werden.
Thermische Prozesse: ähnliche Anforderungen trotz unterschiedlichster Anwendungen
Wenn wir über Thermoprozesstechnik sprechen, dann meinen wir industrielle Prozesse, bei denen Werkstoffe, Bauteile oder Medien durch Temperatur gezielt beeinflusst werden. Solche Prozesse sind in vielen Branchen allgegenwärtig, beispielsweise in Backöfen der Lebensmittelindustrie, aber auch bei der Wärmebehandlung von Metallen, in der Chemieindustrie, im Anlagenbau, bei der Herstellung von Glas, Keramik oder Baustoffen sowie in Abgasreinigungsanlagen – sei es für Prozessabgase oder für Verbrennungsmotoren. Schon kleine Abweichungen bei der Strömungsführung, dem Aufheiz- und Abkühlverhalten oder der Temperaturverteilung können einen wesentlichen Einfluss auf den Gesamtprozess haben: seien es Schwankungen in der Produktqualität, Effizienz und Energiekosten, Emissionen, Ausschuss und die Prozessqualität und Stabilität im Allgemeinen, die sich wiederum in Stillständen oder Schäden niederschlägt.
Aus technischer Sicht haben solche Prozesse hohe Herausforderungen, denn die Toleranz für lokale Hotspots und Temperaturabweichungen oder ungleichmäßige Strömungen ist gering und die Folgen reichen über Qualitätsschwankungen hinaus bis zur Möglichkeit ernster Schäden an den Anlagen. Gleichzeitig werden auch unter wechselnden Umgebungsbedingungen eine konstant reproduzierbare Leistung, gute Qualität, kurze Taktzeiten und ein sicherer Betrieb erwartet.
Neben technischer Optimierung sind wirtschaftliche und regulatorische Anforderungen ein wichtiger Treiber der Entwicklung in der Prozesstechnik. Hoher Energieverbrauch bzw. hohe Energiekosten durch die verwendeten Energieträger sowie strenge Abgasgrenzwerte und Effizienzvorgaben setzen sowohl Anlagenbetreiber als auch Hersteller unter Druck. Die Vorgaben bedingen, dass das Verhalten der Anlagen auch im Teillastbereich oder im Fehlerfall bekannt und konform ist.
Simulation schafft hier schon während der Entwicklung die dringend nötige Transparenz. In komplexen thermischen Prozessen macht sie Strömungen und Temperaturverteilungen sichtbar, die selbst in längeren Testläufen nur schwer zu ermitteln sind. Sie erlaubt schnelle Korrekturen und den Vergleich verschiedener Varianten schon lange vor Beginn der Fertigung, was Risiken reduziert und fundierte Entscheidungen ermöglicht.
Energie effizient nutzen
Exakt temperieren
Prozessfenster einhalten
Ausschuss minimieren
Schäden und Ausfälle vermeiden
Emissionen senken
Prozesse besser verstehen
Erfolgreicher Einsatz von Strömungssimulation in der Thermoprozesstechnik
Wie bereits dargestellt, ergeben sich in den verschiedenen Bereichen der Thermoprozesstechnik viele interessante und wirtschaftliche Anwendungsfälle für Strömungs- und Multiphysiksimulation. Je nach Anwendungsfall kommen Simulationen einzelner Physiken bis hin zur Multiphysik zum Einsatz, um auch komplexe Zusammenhänge exakt abbilden zu können. Im Folgenden finden Sie einige mögliche Beispiele aus verschiedenen Branchen:
Öfen, Trockner und Fertigungsanlagen in der Lebensmitteltechnik.
Backen, Trocknen, Rösten, Pasteurisieren, Dämpfen, Räuchern, Sterilisieren … – in der Lebensmittelindustrie spielen thermische Prozesse an ganz unterschiedlichen Stellen eine jeweils zentrale Rolle. Mit der richtigen Temperatur steht und fällt die gesamte Produktqualität: Geschmack, Optik, Textur bis hin zur Lebensmittelsicherheit. Was "richtig" hierbei bedeutet, kann sich im Einzelfall zu einer sehr komplexen Thematik auswachsen, denn es beinhaltet die gleichmäßige Temperaturverteilung über alle Produkte hinweg sowie auch eine präzise Temperaturführung über die gesamte Dauer des Prozesses. Nur wenn alle Faktoren gegeben sind, stimmt das Ergebnis bei möglichst kurzer Taktzeit, hohem Durchsatz und hoher Energieeffizienz.
Gerade bei der Analyse der Temperatur- und Strömungsverteilung innerhalb der Anlagen unterstützt Simulation und kann z.B. Einblicke bis in den letzten Winkel und sogar ins Innere der Produkte liefern. Inhomogene Erwärmung inkl. den daraus folgenden lokalen Über-, Untertemperaturen und Qualitätsmängel lassen sich so ebenso erkennen wie lokale Rand- oder Schattierungseffekte. Auch das Verhalten unterschiedlicher Produktgeometrien, Beladungsdichten und Fördergeschwindigkeiten kann in der Simulation untersucht werden. Im Ergebnis lassen sich die Prozesse so effizienter, stabiler und wirtschaftlicher auslegen bei gleichzeitig geringerem Aufwand für Tests und Prototypen.

Der Prozess ist mehr als die Summe der Teile
Thermische Prozesse in Industrie und Anlagenbau lassen sich selten auf einen einzelnen physikalischen Aspekt reduzieren. Regelmäßig müssen Strömung, Wärmeübertragung, chemische Reaktionen und mechanische Belastungen gleichzeitig betrachtet werden, die sich gegenseitig beeinflussen. Änderungen an einer Stelle – etwa an der Heizleistung, der Strömungsführung oder der Beladung – haben direkte Auswirkungen auf Temperaturverteilung, Materialverhalten, Prozessqualität und Emissionen.

Diese Zusammenhänge, deren Auswirkungen sich vorab kaum abschätzen lassen, bilden multiphysikalische Simulationen realitätsnah ab. Sie ermöglichen es, Strömungssimulation mit thermischer Analyse, Reaktionsmodellen oder struktureller Berechnung zu kombinieren und so das Verhalten gesamter Anlagen und Komponenten ganzheitlich zu verstehen. So werden nicht nur Einzelparameter optimiert, sondern der Prozess als Ganzes in ein optimales Gleichgewicht gebracht.
Dieser integrierte Ansatz liefert nicht nur bessere Ergebnisse, sondern schafft auch Transparenz. Simulation hilft dabei, Risiken zu minimieren, die Entwicklung zu beschleunigen und über Konzeption, Entwicklung und Betrieb hinweg fundierte Entscheidungen zu treffen.
Überzeugen Sie sich von unseren erfolgreichen Referenzen:
Anwenderbericht
Firma: Thermotec GmbH Themen: Produktentwicklung, Simulation Branche: Apparate- & Anlagenbau, Maschinenbau
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Firma: Agile Robots AG Themen: Simulation Branche: Simulation, Elektro- & Automatisierungstechnik
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Firma: Schwihag AG Themen: Produktentwicklung, Konstruktion & Entwicklung (CAD), Produktdatenmanagement (PDM/PLM), Simulation, INNEO Effizienztools Branche: Maschinenbau, Sonstige
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Firma: DCUBED Themen: Simulation Branche: Simulation, Automobil & Luftfahrt
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Firma: siWING GmbH Themen: Produktentwicklung, Simulation Branche: Apparate- & Anlagenbau, Kunststofftechnik, Sonstige
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Firma: Mikromat GmbH Themen: Produktentwicklung, Konstruktion & Entwicklung (CAD), Simulation, Prozessoptimierung Branche: Apparate- & Anlagenbau, Maschinenbau
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Firma: Accell Group Themen: Produktentwicklung, Simulation Branche: Consumerprodukte
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Firma: Sunfire GmbH Themen: Produktentwicklung, Simulation Branche: Apparate- & Anlagenbau, Sonstige
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Firma: Roschiwal + Partner Ingenieur GmbH Themen: Produktentwicklung, Konstruktion & Entwicklung (CAD), Simulation, Digitale Realität, Web3D / WebAR, Virtual Reality (VR) Branche: Design- & Entwicklungsbüros, Maschinenbau
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Firma: Mitex GmbH Themen: Produktentwicklung, Simulation Branche: Sonstige
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Firma: Ophardt R+D GmbH + Co. KG Themen: Produktentwicklung, Konstruktion & Entwicklung (CAD), Produktdatenmanagement (PDM/PLM), Simulation, INNEO Effizienztools, Digitale Realität, 3D-Rendering (CGI) Branche: Sonstige
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Firma: GF Machining Solutions AG Themen: Produktentwicklung, Konstruktion & Entwicklung (CAD), Produktdatenmanagement (PDM/PLM), Simulation, INNEO Effizienztools Branche: Medizintechnik
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Firma: Bentley InnoMed GmbH Themen: Simulation Branche: Medizintechnik
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Firma: Ingenieure ohne Grenzen e. V. Themen: Produktentwicklung, Simulation Branche: Maschinenbau
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Firma: Isar Aerospace Technologies Themen: Produktentwicklung, Simulation Branche: Automobil & Luftfahrt
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Firma: HKK Bionics GmbH Themen: Produktentwicklung, Konstruktion & Entwicklung (CAD), Simulation Branche: Medizintechnik
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Firma: Micro-Epsilon Messtechnik GmbH & Co. KG Themen: Produktentwicklung, Konstruktion & Entwicklung (CAD), Produktdatenmanagement (PDM/PLM), Simulation, Informationstechnologien Branche: Maschinenbau, Sonstige
Referenz
Firma: dynamic E flow GmbH Themen: Simulation Branche: Elektro- & Automatisierungstechnik
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Firma: Rosswag GmbH Themen: Simulation Branche: Sonstige
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Firma: INNEO Solutions GmbH Themen: Produktentwicklung, Konstruktion & Entwicklung (CAD), Simulation Branche: Automobil & Luftfahrt, Apparate- & Anlagenbau, Design- & Entwicklungsbüros, Elektro- & Automatisierungstechnik, Kunststofftechnik, Maschinenbau, Werkzeug- & Formenbau
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Firma: Hirschvogel Tech Solutions Themen: Produktentwicklung, Konstruktion & Entwicklung (CAD), Digitale Fertigung (CAM), Simulation Branche: Automobil & Luftfahrt, Maschinenbau, Werkzeug- & Formenbau
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Firma: Böcker Maschinenwerke GmbH Themen: Produktentwicklung, Konstruktion & Entwicklung (CAD), Produktdatenmanagement (PDM/PLM), Simulation, INNEO Effizienztools, Digitale Realität, 3D-Rendering (CGI), Virtual Reality (VR) Branche: Automobil & LuftfahrtHäufige Fragen rund um die Simulation Thermischer Prozesse und Anlagen
Sie haben Herausforderungen, für die Sie Antworten suchen, oder möchten wissen, wie einzelne Anforderungen abgebildet werden können? Hier gehen wir auf die häufigsten Fragen zum Start ein.
Reale Betriebs- und Messdaten können zur Kalibrierung und Validierung von Simulationsmodellen genutzt werden. Dazu zählen beispielsweise:
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Temperaturmessungen
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Druck- und Durchflusswerte
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Emissionsdaten
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Materialkennwerte
Durch den Abgleich zwischen Simulation und realen Betriebszuständen entsteht ein validiertes Modell, das nicht nur für die Entwicklung, sondern auch für Optimierungen im laufenden Betrieb eingesetzt werden kann. In weiterführenden Anwendungen kann daraus ein digitaler Zwilling entstehen, der reale Prozessdaten kontinuierlich berücksichtigt.
Pauschale Aussagen sind hier meist nicht sinnvoll, denn neben der Frage, nach dem Aufwand für eine Simulation sollte man immer auch überlegen, was überhaupt alles in die Analyse einbezogen werden muss. Gerade für Firmen, die noch wenig mit CAE arbeiten, lassen sich schon durch mehrere kleine, isolierte Betrachtungen große Vorteile realisieren, während umfassende Simulationen oder ein vollständiger digitaler Prototyp schnell den zeitlichen Rahmen sprengen.
Ganz grundsätzlich kann man jedoch sagen, dass der Aufwand von mehreren Faktoren abhängt:
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Komplexität der Geometrie
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Anzahl der zu berücksichtigenden physikalischen Effekte und deren Wechselwirkungen
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Detailtiefe der gewünschten Ergebnisse
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Verfügbarkeit von Material- und Betriebsdaten
Einzelne Fragestellungen, etwa zur Strömungsverteilung oder Temperaturhomogenität, lassen sich also häufig schon mit geringem Aufwand analysieren. Umfangreiche multiphysikalische Modelle erfordern entsprechend mehr Vorbereitungs- und Rechenzeit und sind auch in der Auswertung aufwendiger.
In der Praxis unterstützen wir Sie dabei, den Simulationsumfang gezielt an die Fragestellung anzupassen, sodass Aufwand und Nutzen in einem wirtschaftlich sinnvollen Verhältnis stehen und Sie schnell relevante Ergebnisse erhalten.
Potenziale erkennen und nutzen!
Was ist der richtige Weg, um Ihre Herausforderungen anzugehen? Software ist nicht alles, es kommt auch auf richtige Implementierung, Prozesse und Ausbildung an! Nachhaltige Verbesserungen brauchen starke Partnerschaften, daher stehen wir Ihnen zur Seite mit Expertise, Best-In-Class-Technologien und dem Verständnis für die Anforderungen des Mittelstands.
Lassen Sie uns gemeinsam schauen, wo Sie stehen!