Künstliche Intelligenz in Creo

Konstruktionen automatisieren, Varianten bewerten und Entwicklungszeiten verkürzen mit Creo AI

Die technologischen Möglichkeiten der künstlichen Intelligenz unterstützen bereits jetzt Konstrukteure auf vielfältige Weise. PTC Creo enthält KI-Funktionen, die direkt im Konstruktionswerkzeug verfügbar sind. Diese lassen sich bei Bedarf auch noch individuell erweitern. KI hilft dabei, Unternehmenswissen konsequent anzuwenden, wiederkehrende Arbeitsschritte zu automatisieren, Entwurfsvarianten systematisch zu untersuchen und Konstruktionen anhand definierter Ziele zu optimieren. So lassen sich fundierte Entscheidungen früher treffen, Entwicklungszeiten verkürzen und Produkte schneller zur Marktreife bringen.

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Wie verändert KI die Arbeit mit CAD?

Durch generative KI wird die Interaktion mit Software in natürlicher Sprache ermöglicht. Dies bringt zunächst die Möglichkeit, Fragen zur Programmbedienung, zu Konstruktionsrichtlinien und zum Design zu stellen und natürliche Antworten zu bekommen.

Dank schneller Entwurfs- und Variantengenerierung mittels KI lässt sich die Konzeptphase deutlich beschleunigen. Hochpräzise Anpassungen in der Geometrie werden aktuell noch von Konstrukteuren selbst durchgeführt, können aber allmählich von agentischer KI übernommen werden. Insgesamt rückt also die Konstruktionsarbeit, die auf Kreativität, Problemlösefähigkeit und Erfahrung beruht, stärker in den Mittelpunkt, während KI repetitive Aufgaben abnimmt und Wissen leichter verständlich abrufbar macht.

Das Bild zeigt zwei CAD Ingenieure bei einer Besprechung in der Fertigungshalle.

Wie unterstützt KI die CAD-Automatisierung?

KI unterstützt die CAD-Automatisierung, indem sie Konstruktionsdaten analysiert, Muster erkennt und wiederkehrende Aufgaben automatisiert. Dadurch können Konstrukteure Routinearbeiten reduzieren und sich stärker auf die eigentliche Produktentwicklung konzentrieren. Besonders interessant wird es, wenn KI aus bestehenden Modellen, Regeln und Unternehmenswissen konkrete Vorschläge für Geometrien, Varianten oder Optimierungen ableitet. Voraussetzung dafür sind saubere Daten und durchgängige digitale Prozesse, denn erst dann lässt sich das volle Potenzial der Automatisierung nutzen.

Welche Mehrwerte bringt der KI-Einsatz in CAD mit sich?

Produktivität steigern

Produktivität steigern

KI automatisiert wiederkehrende Konstruktionsaufgaben und unterstützt Ingenieure mit kontextbezogenen Empfehlungen. Dadurch bleibt mehr Zeit für anspruchsvolle Entwicklungsaufgaben, während Entwürfe schneller ausgearbeitet und Produkte früher zur Marktreife gebracht werden können.
Produkte optimieren

Produkte optimieren

Intelligente Analyse- und Optimierungsfunktionen helfen dabei, Entwürfe frühzeitig zu bewerten, Fehlerquellen zu erkennen und Varianten schneller zu vergleichen. So können Konstruktionen gezielter an technische Anforderungen, Belastungen und Leistungsziele angepasst werden.
Kosten senken

Kosten senken

Automatisierte Abläufe, kürzere Iterationszyklen und eine frühzeitige Absicherung reduzieren den Aufwand für Nacharbeit und physische Prototypen. Gleichzeitig unterstützt KI dabei, Material effizienter einzusetzen und konstruktive Entscheidungen bereits in frühen Entwicklungsphasen zu verbessern.

Mit diesen KI-Funktionen unterstützt Creo Ihre Konstruktion

Creo AI Advise

Der direkt in Creo integrierte Assistent beantwortet allgemeine Anwendungsfragen auf Grundlage der Hilfedokumentation und bewährter Vorgehensweisen. Er übersetzt technische Fragestellungen in konkrete Hinweise und führt Anwender gezielt zur passenden Funktion.

 

Creo AI Assist
(Beta)

Der modellbezogene Assistent arbeitet im Kontext des aktuellen 3D-Modells, liest relevante Modelleigenschaften aus und unterstützt bei der Fehlerbehebung sowie der Prüfung von Eingaben. Dadurch lassen sich Modellinteraktionen beschleunigen und die Konsistenz der Konstruktion leichter sicherstellen. Nutzen Sie Creo AI Assist, sieht die KI zwar das aktuelle Modell, führt aber keine Änderungen daran aus.

Creo AI Automate
(Alpha)

Creo AI Assistant Automate kann komplexe Geometrien erzeugen und Analysen durchführen, bevor ein optimierter Entwurf zur fachlichen Prüfung vorgelegt wird. Die Bearbeitung erfolgt in einer geschützten Sandbox, sodass keine Änderungen unbemerkt am ursprünglichen Modell vorgenommen werden. Mit Creo AI Automate hat die KI Zugang zum aktuellen CAD‑Modell und kann dort Änderungen vornehmen. Diese sind stark abgesichert, so legt die KI vor der Arbeit eine Planung vor, die angepasst und korrigiert werden kann. Anschließende Änderungen werden transparent aufgezeichnet, sind per Rechtesystem auf bestimmte Geometrien begrenzt und können im Fehlerfall auch wieder rückgängig gemacht werden.

 

Generatives Design

Auf Grundlage definierter Anforderungen, Zielgrößen, Materialien und Fertigungsverfahren erzeugt Creo automatisch optimierte Entwurfsvarianten. Konstrukteure können unterschiedliche Lösungswege schneller untersuchen und geeignete Konzepte gezielt weiterentwickeln.

Behavioral Modeling

Creo Behavioral Modeling optimiert definierte Modellparameter, Wertebereiche und Konstruktionsziele durch automatisierte Iterationen. Die ermittelten Lösungen können übernommen, verworfen oder als Grundlage für weitere Untersuchungen verwendet werden.

Form- und Lagetoleranzen

Der Creo GD&T Advisor unterstützt bei der normgerechten Definition und Prüfung geometrischer Toleranzen. Modelle lassen sich auf die Einhaltung relevanter ASME- und ISO-Normen überprüfen, wodurch manueller Aufwand und mögliche Fehler reduziert werden.

Exemplarische Use Cases und Einsatzszenarien von Creo AI

Idealisierte Umsetzung

CAD-Support und Troubleshooting reduzieren (Creo AI Advise)

Ausgangslage

Ein Maschinenbauunternehmen arbeitet mit vielen Creo-Anwendern an verschiedenen Standorten. Im Tagesgeschäft entstehen regelmäßig Fragen zur Bedienung, zu Fehlermeldungen, zu Funktionen und zu geeigneten Vorgehensweisen. Relevantes Wissen ist über PTC Help, Knowledge Base, CSP-Artikel sowie interne Unterlagen verteilt. Anwender suchen manuell, fragen Key User oder eröffnen ein Supportticket.

Die Key User und CAD-Administratoren bearbeiten dadurch wiederkehrende Anfragen. Bis zur Antwort entstehen Unterbrechungen in der Konstruktion, während Spezialisten Zeit für Standardfragen aufwenden. Im Rahmen eines Workshops wurde ein KI-gestützter Self-Service mit Creo AI Advise konzipiert. Ziel war, häufige Fragen direkt im Arbeitskontext zu beantworten und den First-Level-Support zu entlasten.

Umsetzung

  • Initiale Einrichtung
    • Advise für den Pilotkreis bereitstellen
    • Zugänge und organisatorische Verantwortlichkeiten festlegen
  • Konfiguration und Testing
    • Top‑X‑Supportfragen als Testszenarien definieren
    • Antwortqualität mit Key Usern prüfen
    • Nicht abgedeckte Themen dokumentieren
  • Schulung und Einführung
    • Anwender in zielführender Frage schulen
    • Eskalationsweg für ungelöste Fälle festlegen

Resultat: Den Konstrukteuren steht ein KI-gestützter Zugang zu relevanten PTC-Wissensinhalten zur Verfügung. Wiederkehrende Bedien- und Troubleshooting-Fragen können im Self-Service bearbeitet werden, bevor ein Key User oder der CAD-Support eingebunden wird.

Ergebnisse

Die Pilotanwender erhalten schneller Orientierung bei Standardfragen. CAD-Administratoren und Key User werden von wiederkehrenden Such- und Erklärungsaufgaben entlastet und können sich stärker auf komplexe, unternehmensspezifische Themen konzentrieren.

Geschäftliche Auswirkungen

  • Supportentlastung: Das Volumen geeigneter Standardanfragen kann reduziert werden.
  • Kürzere Unterbrechungen: Anwender müssen bei lösbaren Fragen nicht auf eine manuelle Rückmeldung warten.
  • Skalierbarer Self-Service: Wissen wird unabhängig von Standort und Verfügbarkeit einzelner Experten zugänglich.
  • Messgröße: Ticketvolumen, Erstlösungsquote und durchschnittliche Wartezeit vor und nach dem Pilot vergleichen.

Modellbezogenes Troubleshooting und Design Review beschleunigen (Creo AI Assist)

Ausgangslage

In einem Konstruktionsbereich treten regelmäßig modellbezogene Fragen auf, etwa zu auffälligen Einstellungen, Modellhistorie, Dokumentation oder möglichen Verbesserungspunkten. Die Ursachen lassen sich häufig erst nach dem Öffnen und manuellen Untersuchen des jeweiligen Modells eingrenzen. Konstrukteure geben das Problem an Key User oder Methodenverantwortliche weiter. Diese müssen den Kontext nachvollziehen, das Modell prüfen und anschließend Empfehlungen formulieren.

Bei zahlreichen Fällen pro Monat entstehen Wartezeiten und Unterbrechungen. Standardprüfungen beanspruchen Expertenkapazität, obwohl die endgültige Entscheidung weiterhin beim Konstrukteur oder Reviewer liegt. Assist wird als modellbewusste Unterstützung in den Review integriert. Die KI betrachtet das aktuelle Modell, liefert modellbezogene Hinweise und kann mögliche Lösungs- oder Verbesserungsvorschläge formulieren, nimmt jedoch keine Änderung vor.

Umsetzung

  • Fallauswahl
    • Wiederkehrende, klar bewertbare Modellfragen sammeln
    • Komplexe oder sicherheitskritische Fälle vom Pilot abgrenzen
  • Konfiguration und Testing
    • Hinweise anhand bekannter Modelle fachlich bewerten
    • Akzeptanzkriterien für brauchbare Vorschläge festlegen
    • Eskalation an Key User dokumentieren
  • Rollout-Vorbereitung
    • Assist als zusätzlichen Schritt in Review oder Troubleshooting verankern
    • Feedback- und Verbesserungsprozess etablieren

Resultate: Als Projektergebnis steht ein modellbezogener Assistenzschritt zur Verfügung, der vorhandenen Modellkontext in die Analyse einbezieht und dem Anwender konkrete Hinweise zur weiteren Prüfung gibt.

Ergebnisse

Konstrukteure erhalten schneller eine erste Orientierung. Key User werden bei geeigneten Standardfällen entlastet und können sich auf komplexe Ursachenanalysen, Methodenfragen und Freigaben konzentrieren.

Geschäftliche Auswirkungen

  • Schnellere Erstorientierung: Der aktuelle Modellkontext muss nicht ausschließlich manuell beschrieben werden.
  • Gezieltere Eskalation: Anfragen an Experten können mit bereits identifizierten Hinweisen angereichert werden.
  • Mehr Review-Konsistenz: Wiederkehrende Prüffragen lassen sich in einem vergleichbaren Ablauf bearbeiten.
  • Messgröße: Zeit bis zur ersten belastbaren Empfehlung, Eskalationsquote und Akzeptanz bestätigter Vorschläge verfolgen.

Konstruktionsparameter einer Produktvariante kontrolliert aktualisieren (Creo AI Automate)

Ausgangslage

Ein Unternehmen entwickelt kundenspezifische Varianten einer modular aufgebauten Maschine. Für jede neue Ausprägung müssen an mehreren Komponenten freigegebene Parameter wie Abstände, Durchmesser oder Merkmalsgrößen angepasst werden. Bisher übertragen Konstrukteure die Werte manuell aus einer Variantenliste in die betroffenen Modelle und prüfen anschließend Baugruppe, Zeichnungen sowie relevante Schnittstellen. Bei zahlreichen Einzeländerungen entstehen wiederkehrende Eingaben und mehrere Kontrollschleifen. Falsche Werte oder übersehene Abhängigkeiten können zusätzliche Nacharbeit verursachen. Im beispielhaften Szenario soll Creo AI Automate die Umsetzung bestätigter Parameteränderungen kontrolliert unterstützen.

Umsetzung

  • Vorbereitung
    • Geeignete Parameter und abhängige Modelle für den Pilot auswählen
    • Freigegebene Werte, Einheiten, Grenzen und Ausnahmen dokumentieren
    • Arbeitskopien und Rücksetzpunkte bereitstellen
  • Planung und Testing
    • Automate-Plan gegen die freigegebene Variantenliste prüfen
    • Betroffene Komponenten und vorgesehene API-Aktionen kontrollieren
    • Pilot zunächst mit kleinen, repräsentativen Varianten durchführen
  • Ausführung und Abnahme
    • Bestätigten Plan auf der Arbeitskopie ausführen
    • Änderungsliste, Regenerierung und definierte Prüfkriterien validieren
    • Nur fachlich abgenommene Änderungen in den geregelten Freigabeprozess überführen

Resultate: Als Projektergebnis entsteht ein kontrollierter Änderungsprozess für bestätigte Variantenparameter. Automate setzt den freigegebenen Plan auf Arbeitskopien um und dokumentiert die vorgenommenen Änderungen, während die endgültige Freigabe beim Anwender verbleibt.

Ergebnisse

Als Projektergebnis entsteht ein kontrollierter Ablauf für wiederkehrende Variantenanpassungen. Automate setzt ausschließlich den bestätigten Änderungsplan um und dokumentiert die vorgenommenen Schritte, während sämtliche Änderungen bis zur fachlichen Abnahme reversibel bleiben. Konstrukteure werden bei wiederholten Eingaben entlastet, ohne die Kontrolle über Modelle und Ergebnisse abzugeben. Parameterquelle, Änderungsplanung, technische Ausführung und abschließende Freigabe bleiben als getrennte Prüfpunkte erhalten. Nur fachlich validierte Änderungen werden anschließend in den geregelten Freigabeprozess übernommen.

Geschäftliche Auswirkungen

  • Schnellere Variantenbearbeitung: Geeignete Parameteränderungen können nach Freigabe gebündelt geplant und umgesetzt werden.
  • Weniger manuelle Übertragung: Wiederkehrende Eingaben aus bestätigten Variantenlisten lassen sich reduzieren und konsistenter ausführen.
  • Kontrollierte Änderungen: Arbeitskopien, Planprüfung, Änderungsprotokoll und fachliche Abnahme sichern die Anwenderkontrolle.
  • Messbarer Nutzen: Durchlaufzeiten, manuelle Eingaben, Korrekturschleifen und zurückgewiesene Änderungen können systematisch ausgewertet werden.

Informationssicherheit nach ISO/IEC 27001:2022

Als nach ISO/IEC 27001:2022 zertifiziertes Unternehmen hat INNEO ein Informationssicherheits-Managementsystem etabliert. So schaffen wir klare Strukturen für den Schutz sensibler Informationen in der Zusammenarbeit mit Kunden und Partnern. Erfahren Sie, was die Zertifizierung für Sie und die Zusammenarbeit mit INNEO bedeutet, und finden Sie Antworten auf häufige Fragen rund um Informationssicherheit, Risikomanagement und Sicherheitsvorfälle.

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