Echte „Rostlauben“ sind in unserem Straßenbild kaum mehr zu finden, nicht nur dank der Abwrackprämie, sondern auch durch die Verwendung verzinkter Bleche. Autos rosten heutzutage einfach kaum mehr.
Mit dem Eintauchen eines Blechstreifens in ein Zinkbad ist es bei der Beschichtung jedoch nicht getan, es sind komplexe Anlagen notwendig, um eine gleichmäßige und dünne Zinkschicht zu erreichen. Fontaine Engineering entwickelt diese Anlagen in einer mit Unterstützung des Experten von INNEO aus Ellwangen aufgebauten, hocheffizienten Entwicklungsumgebung auf Basis der PTC-Produkte.
Die 1969 gegründete Fontaine Engineering und Maschinen GmbH (Foen) in Langenfeld nahe Köln hat 40 Jahre Erfahrung mit dem Bau von Equipment für kontinuierlich arbeitende Verzinkungsanlagen. Etwa 50 Mitarbeiter arbeiten am Hauptstandort in Langenfeld sowie in den Niederlassungen in den USA und in China. Seit dem Jahr 2004 gehört das Unternehmen zur SMS Group. Die inzwischen über 130 ausgelieferten Anlagen sind nahezu weltweit im Einsatz; die Hauptabnehmer sitzen überwiegend in China, Korea und dem restlichen Asien. Neben dem Bau neuer Zinkbeschichtungsanlagen ist das Revamping bestehender Beschichtungslinien ein wichtiger Bereich des Foen-Geschäftes.
In den kontinuierlich arbeitenden Beschichtungsanlagen wird Bandstahl in Breiten bis 2080 mm mit Geschwindigkeiten über 200 m/min beschichtet. Das vom Coil abgewickelte Stahlband wird nach Durchlaufen eines Ofens, in dem die Oberfläche gesäubert wird, schräg in ein Bad voll flüssigen Zinks getaucht. Über ein Umlenkwalzensystem verlässt das Band das Bad senkrecht nach oben, wobei an der Bandoberfläche flüssiges Zink haften bleibt. Da diese Schicht weitaus dicker als gewünscht und darüber hinaus unregelmäßig ist, wird das Zink durch Druckluft teils abgeblasen und gleichmäßig verteilt. So sorgen die von Foen gelieferten „Air Knives“ für eine gleichmäßige und dünne Beschichtung.