Im Mai 2007 hat PTC das englische Unternehmen NC-Graphics übernommen. Das entwickelte NC-Programmiersystem, welches im deutschsprachigen Raum unter DepoCAM bekannt ist, wird heute unter dem Namen Pro/TOOLMAKER auch von INNEO vertrieben.
Es zeigt sich immer mehr, dass zu einem erfolgreichen, produktiven und effizienten Einsatz von Fertigungslösungen die Software nur eine Komponente ist. Natürlich ist ein leistungsfähiges Programmiersystem die Grundvoraussetzung für die Fertigungsprogrammierung. Um jedoch effizient zu arbeiten ist hoch qualifiziertes Personal, eine enge Abstimmung mit den Prozessen im Unternehmen und den Möglichkeiten der verfügbaren Werkzeugmaschinen erforderlich.
Mit dem Ziel, eine möglichst kurze Implementierung durchzuführen, erstellen die INNEO Spezialisten zusammen mit dem Unternehmen einen Projektplan, in dem die erforderlichen Maßnahmen, aufeinander abgestimmt, definiert werden. So ist sichergestellt, dass nach der Ausbildung auch die Postprozessoren mit der zugehörigen Dokumentation zur Verfügung stehen. Das gemeinsame Einfahren der Postprozessoren hat sich in der Praxis seit Jahren bewährt, die Aufgabenstellung des Kunden wird firmenspezifisch konfiguriert und das Ergebnis ist eine auf Standards basierende Lösung, die ein Höchstmaß an Individualität zulässt.
Die neue Fertigungslösung Pro/TOOLMAKER von PTC entpuppt sich, wenn es denn zur Sache geht, als „Wolf im Schafspelz“. Speziell auf Performance getrimmt und kombiniert mit der Unterstützung von Multiprozessoren lässt sie den Mitbewerb mühelos im Regen stehen. Einige Marktbegleiter haben bereits die Konsequenzen gezogen und verwenden schon jetzt die Algorithmen von Pro/TOOLMAKER. PTC, dem Erfinder des durchgängigen parametrischen Entwicklungssystems Pro/ENGINEER, ist es bereits im ersten Anlauf gelungen, die beiden Systeme eng zu verzahnen. Wenn man das Ergebnis betrachtet, kann man getrost von Symbiose sprechen. Die PTC Philosophie der durchgängigen Datennutzung ist bei dem Produkt Pro/TOOLMAKER, dessen bodenständige Entwickler eng mit Werkzeug- und Werkzeugmaschinenherstellern zusammenarbeiten, bereits als Grundelement integriert.
Durchgängige Systeme bis hin zur Fertigung sind mittlerweile nicht mehr „nice to have“, sondern eine unverzichtbare Funktionalität, gerade in Branchen mit derart häufigen Änderungen im Werkzeug-und Formenbau. Vor ein paar Jahren noch als Labormodell zu bewundern, ist die durchgängige Nutzung der Konstruktionsdaten heute ein sich immer stärker durchsetzender Standard.
Die enormen Aufwendungen für das Erstellen von Fertigungszeichnungen werden versucht wo immer möglich zu reduzieren. Dies ist nur möglich wenn direkte Schnittstellen verfügbar sind, bzw. die Produkte eng verzahnt arbeiten und auf dieselbe Datenbasis zugreifen. Der erste Schritt in diese Richtung ist gemacht.
Nur wenige Monate nach der Übernahme von NC-Graphics ist bereits ein durchgängiges Arbeiten gewährleistet. Pro/TOOLMAKER erkennt, wenn die Pro/ENGINEER Modelle geändert sind und bietet automatisierte Funktionen zum Übernehmen der Änderungen und berechnet die Werkzeugbahnen basierend auf der geänderten Geometrie neu. Auch die Integration des Postprozessorgenerators GPOST, der in allen Fertigungslösungen von PTC Anwendung findet, ist abgeschlossen. Dies ist ein gravierender Vorteil, auch für die existierenden Anwender, die damit ihre kundenspezifischen Anpassungen basierend auf diesem Standard durchführen können.
Besonders zu erwähnen ist die hohe Performance, welche den Mitbewerb klar disqualifiziert und das bei extrem hoher Stabilität und einem extrem guten Preis-/Leistungsverhälnis.
Alle Hochgeschwindigkeits-Präzisions-Zerspanungstechniken sind in einem einzelnen Paket vereint: