PTC hat mit der Umbenennung seines Angebots an Autorenwerkzeugen einen großen Schritt getan. Nur gut, dass es Systemhäuser wie INNEO gibt, die das neue Portfolio im Detail zu erklären wissen. Die Redaktion spricht mit INNEO-Geschäftsführer Helmut Haas darüber, warum PLM plötzlich um sich greift.
Herr Haas, INNEO nimmt die Neuerscheinung von PTCs CAD/CAE-Portfolios zum Anlass, eine bundesweite Roadshow zu starten. Was ist eigentlich wirklich neu an Creo?
Hinter Creo verbirgt sich eine deutliche konzeptionelle Veränderung im Portfolio von PTC und damit auch eine Revolution am Markt: Die beiden CAD-Modellieransätze von Pro/ENGINEER und CoCreate werden nun auf einer Technologieplattform zusammengeführt. Sie können jetzt so genutzt werden, dass sie sich gegenseitig nicht mehr im Wege stehen.
Wie können wir uns das vorstellen?
Nehmen wir ein parametrisch aufgebautes CAD-Modell als Beispiel, an dem schnell eine Änderung durchgeführt werden soll, weil in der Fertigung ein Problem aufgetreten ist. Dies kann jetzt unter Verwendung von direkter Modellierungstechnik durchgeführt werden, ohne dass Intelligenz, die in der Parametrik steckt, verloren geht. Sie bleibt nicht nur erhalten, sie kann sogar auch nachträglich über das App „Parametric“ wieder nachgezogen werden.
Aber warum gibt es dann überhaupt zwei Apps, „Parametric“ und „Direct“?
Im Kern geht es dabei, dem Kunden die freie Wahl zu lassen, wie er die Geometrie erzeugen möchte. Es geht nicht vordergründig um die Art, wie er sie manipuliert. Übrigens können alle sieben Creo-Apps beliebig miteinander kombiniert werden. Dies bedeutet zum Beispiel, dass ein ehemaliges Pro/Mechanica, das zuvor auf Pro/ENGINEER angewiesen war, jetzt als App „Simulate“ eigenständig läuft.