In einem Betrieb für Präzisions-Spitzgussteile muss ein CAD/CAM-System einfach nur funktionieren. Und es soll den Anwender beim Ausarbeiten cleverer Lösungen für den Kunden unterstützen. Creo macht das exakt.
Ursprünglich war WPK Kunststofftechnik ein reiner Werkzeug- und Formenbauer. Das Unternehmen wurde 1988 in Radevormwald im Bergischen Land gegründet. Im Lauf der Jahre führte die Kundennachfrage dazu, dass heute 24 Spritzgussmaschinen im Dreischichtbetrieb arbeiten – die Kunden wollen ja eigentlich Spritzgussteile, nicht nur eine Form. „Inzwischen steht das ›Rundum-Sorglos-Paket‹ im Vordergrund“, präzisiert Geschäftsführer Peter Christian Müller. „Die Kunden kommen mit einem Problem zu uns, und wir liefern die Lösung und auch gleich die Teile.“
Ebenfalls im Vordergrund stehen clevere Umsetzungen mit den Möglichkeiten, die moderne Kunststoffe bieten. So erhielt WPK eine Anfrage, die aus einer Metallkonstruktion bestehenden Ladungsträger für Flughafen-Kofferverteilanlagen mit einigen Kunststoffteilen auszustatten. Stattdessen entwickelte WPK einen komplett aus Glasfaserkunststoff gespritzten Ladungsträger, der nicht nur wesentlich leichter und im Betrieb leiser ist, sondern auch noch statt der ursprünglich im Lastenheft stehenden 25 Kilogramm inzwischen für Lasten bis 100 Kilogramm zertifiziert ist.
Eine Spezialität von WPK ist die Verarbeitung sehr abrasiver Kunststoffe, die zwar interessante Eigenschaften haben, aber die Form schnell abnutzen. Dazu gehören Kunststoffe, denen lange Kohlenstoff- oder Glasfasern beigemischt sind. Die Bauteile, die aus diesen Kunststoffen gefertigt werden, sind sehr widerstandsfähig. Beim Spitzgussvorgang wird die Form jedoch sehr stark beansprucht. Das erfordert zum einen eine große Erfahrung beim Formenbau, um die Abnutzung der Werkzeuge möglichst gering zu halten, und zum anderen eine ständige Kontrolle von Form und Werkstücken, um beim Überschreiten von Toleranzwerten frühzeitig reagieren zu können.