Wahre Stärke in der Praxis

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Die Grenzen des Wachstums – Green IT hält Einzug in Rechenzentren

1403/2008

Die Grenzen des Wachstums sind erreicht. Quadratmeter, Strom und Klimaversorgung für immer mehr IT-Systeme bringen viele Datacenter an den Rand des Möglichen und zwingen ihre Betreiber zu Neubau, Outsourcing oder radikalen Veränderungen der Infrastruktur.

Konzepte wie Konsolidierung und Virtualisierung haben nicht umsonst Hochkonjunktur. Die gerade beim Storage lang gepflegte Tonnenideologie hat ausgedient, es herrscht ein neues Bewusstsein namens „Green IT“. Das lnteressante daran ist, dass zunächst nicht die Hersteller die Fahne hoch hielten, sondern die Kunden. In Ausschreibungen und Pflichtenheften werden die Verbrauchswerte und technologischen Einsparmöglichkeiten neuer Systeme bereits hinterfragt.

Bessere Auslastung senkt den Stromverbrauch

In Umgebungen mit einem hohen Anteil an Direct-Attached Storage (DAS) beträgt der Stromverbrauch durch Storage bis zu 27 %. Um wirkungsvoll Energie und Kosten zu sparen, ohne dass der IT-Service leidet, muss man generell bei der Infrastruktur ansetzen. Deutliche Einsparungen lassen sich durch Migration und Konsolidierung auf Networked Storage in Form von NAS und SAN erzielen. Im Umfang reduzierte und besser ausgelastete Maschinen und Platten senken den Energiebedarf deutlich und dämmen auch den Rechenverbrauch ein.

Hinter dem Begriff einer Green IT stehen hoch wirksame Technologien, die Energie und Kosten sparen helfen. Beim Storage lassen sich beispielsweise ungenutzte Kapazitäten mithilfe virtueller Volumes weitgehend vermeiden. NetApp hat auf diese Weise in seinem Datacenter die Auslastung von unter 40 % auf 60 % erhöht. Kalkuliert man hohe Skalierbarkeit und hohe Speicherdichte der Festplatten ein, reduzieren sich Platzbedarf und Energieverbrauch massiv. 41.000 Kilowattstunden im Monat weniger und fünf statt 24 Storage-Racks wie bei NetApp machen sich schnell positiv bemerkbar.

Was man bei aller Begeisterung über Einsparungen nicht vergessen sollte: Die Datenmengen steigen weiter. Eine effektive Sparmaßnahme mit Sofortwirkung ist Deduplizierung. Doppelte Daten werden eliminiert, so dass Speicherverbrauch und Backup-Dauer sinken. Beim Backup sind Einsparungen von 5 zu 1 bis 20 zu 1 realisierbar. Werden mehr als 20 Backup-Kopien auf Disk vorgehalten und liegt die Backup-Änderungsrate unter 2 %, steigt der Effizienzgewinn. Bei Primär- und Archivdaten liegt das Einsparungspotenzial zwischen 20 % und 40 %.

Wir stehen erst am Anfang der Entwicklung einer Green IT. Industrie und Kunden haben noch Hausaufgaben zu erledigen, wenn es darum geht, welche Daten überhaupt gespeichert werden und wie man den Überblick behält. Der Erfolg hängt letztlich von einer möglichst breiten Akzeptanz und Rückhalt von „oben“ ab. Der Energieverbrauch der IT sollte nicht allein in die Zuständigkeit der Haustechnik oder einzelner Abteilungen fallen, sondern muss Chefsache sein.

  • Firma: NetApp
  • Themen: IT, Hochverfügbarkeit
  • Branche: IT
  • Erschienen bei: Network Appliance GmbH